Thema Versicherungen

Ein Unangenehmes, aber enorm wichtiges Thema

Veröffentlicht von Mandy Mehler am 05.08.2017

Für die meisten Menschen ist das Thema Versicherungen ein Graus. Noch viel wichtiger ist das Thema allerdings wenn es um Menschen mit einer Behinderung geht. Denn Versicherungen sind gerade bei Menschen mit Behinderung besonders wichtig. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist es in Deutschland tendenziell, dass die GKV für Therapien, Hilfsmittel oder zum Beispiel auch einen Rollstuhl aufkommt.

Im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung ist es so, dass bei Unfällen ab einer Behinderung von 20% Unfallversicherung die Unfallschäden bezahlt. Wenn ein behindertes Kind in den Kindergarten kommt, dann wird das hierfür benötigte Geld vom Sozialamt bezahlt.

Wenn ein Kind aufgrund der Behinderung nicht im Stande ist, das Leben selbst zu bestreiten dann bekommen die Eltern unbegrenzt Kindergeld bis zum Lebensende. Ein weiterer sehr hilfreicher Tipp ist der Leitfaden: Mein Kind ist behindert – diese Hilfen gibt es vom Bundesverband „Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen“.

Krankenversicherung für behinderte Kinder

In bestimmten Fällen kann es sein, dass das Kind privat versichert werden muss. Dies liegt immer daran, inwieweit die Elternteile privat oder gesetzlich versichert sind. Diese Entscheidung kann durch einen recht intuitiven Rechner auf diesem Portal herausgefunden werden.

Die dortigen Ansprechpartner dieses Portals stehen auch bei weiteren Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Die Vorteile der privaten Krankenversicherung sind, das Ärzte aus der Budgetierung für die gesetzlich Versicherten herausfallen auch nicht mehr nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) behandeln. Dies hilft insoweit, als dass kein Betteln um Überweisung oder Rezepte mehr notwendig ist und dass die Behandlungen durch den Arzt tendenziell besser sind.

Die Nachteile einer Krankenversicherung sind, dass man einen privaten Vertrag abschließt. Somit wird ein privater Tarifvertrag abgeschlossen. Es kann folglich passieren, dass beispielsweise die Kosten für Krankenfahrstühle gedeckelt sind, dass bei einer nachträglichen Schwerbehinderung nach dem Vertragsabschluss nicht mehr versichert wird.

Generell ist es aber so das die Versicherungen Kontrahierungspflicht haben. Das liegt daran, dass jeder Mensch egal behindert oder nicht versicherungspflichtig ist in Deutschland. Es ist aber in jedem Fall ratsam, sich mit Experten die Verträge genau durchzulesen, denn es gibt am Markt eine Vielzahl verschiedener Beiträge und auch Leistungen die variieren und die Fallstricke aufweisen können. Die Konsultation eines Experten und erspart im Voraus viel Ärger und vor allem hohe Kosten wenn es tatsächlich zur Leistung durch die Kasse kommt.